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Bericht WM 2012 Torbole PDF Drucken E-Mail

„Klasse statt Masse“ – bei dieser allseits bekannten „Entweder / Oder – Ansage“ würde doch wohl jeder ambitionierte Segler der Klasse, und im Falle der Melges 24 World Championships in Torbole auch im doppeldeutigem Sinn, „der Klasse“ den Vorrang geben.

 

Mit 125 Teams aus 22 Nationen von 4 Kontinenten war die größte ISAF Weltmeisterschaft in 2012 überdurchschnittlich gut besucht – auch das unterstreicht wieder mal den Status der Melges 24 als größte und anspruchsvollste Sportbootklasse der Welt. Ex-Olympioniken und andere Rockstars aus Dinghy - und Bigbootklassen gaben sich beim Einwiegen die Klinke in die Hand.

 

Bei diesem Andrang war es zunächst eine logistische Herausforderung für die Organisatoren, Schiffe, Trailer, Zugfahrzeuge und nicht zuletzt die Crews auf dem übersichtlichen Hafengelände des Circola Vela Torbole zu managen.

 

Dies passierte alles in allem strukturiert - von kleinen kreativen italienischen Ausnahmen abgesehen. Lediglich das Auskranen am Samstag wurde etwas chaotisch – bei 34°C Außentemperatur.

 

Die sportliche Leitung stand voll und ganz unter dem Diktat des PRO Hank Stuart, der durch seine klaren Ansagen, den damit verbundenen Entscheidungen und der militärischen Pünktlichkeit gepaart mit legendären Funkdurchsagen zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel an seiner Professionalität ließ.

 

Gesegelt wurde zunächst in vier Gruppen auf einer Nord– und einer Südbahn, wobei jede Gruppe für zwei Rennen gegen die jeweils anderen Gruppen antreten musste. Nach Abschluss der sechs Rennen in der Gruppenphase wurde die Flotte in Gold– und Silverfleet aufgeteilt. Die Goldfleet hatte dabei auf dem fast windsicheren Nordkurs ihre Rennen auszutragen. Der Südkurs mit der Silverfleet konnte leider nicht immer von der Ora profitieren, was zu einigen Startverschiebungen und zum Nachsitzen auf dem Nordkurs führte.

 

Da am zweiten Renntag auf Grund der nicht einsetzenden Ora leider keine Rennen zu Stande kamen, folgte das, was Gardaseespezialisten und bekennende Langschläfer befürchtet hatten: Insgesamt wurde an drei Tagen um acht Uhr morgens von allen Teilnehmern der Nordwind (Peler) genutzt, was zu neuen wetterstrategischen Erkenntnissen führte.

 

Grundsätzlich stellte sich mal wieder heraus, wie wichtig es ist, mit freiem Wind das Rennen zu starten – zumal es aus unserer Sicht mehr als eine taktische Option für die Startkreuz gab. Gerade diese Erkenntnis gepaart mit den hohen Ambitionen der Crews ergab zahlreiche „General Recalls“ – in der höchsten Eskalationsstufe dann Starts mit India und Zulu–Flagge. Auch bei den Downwindgängen gab es mehrere Wege zum Gate bzw. Ziel. So gelangen mehrmals erfolgreiche Ausbruchversuche über die vermeintlich benachteiligte Seite.

 

Erwartungsgemäß waren die italienischen Boote wieder sehr stark. Mehr als Achtungserfolge konnten aber auch blu moon, EFG Bank (beide SUI), Zuxu (EST), Bora Gulari (USA) und vor allem auch AEZ mit Markus Wieser (GER) erzielen. Erst in der letzten Wettfahrt konnte das Gullisara Team mit Carlo Fracassoli in einem spannenden Finale gegen Saetta mit Alberto Bolzan die Meisterschaft für sich entscheiden – und dies wurde dann auch entsprechend italienisch gefeiert. In der Amateurwertung (Corinthian) konnte das Storm Capital Team um Oywind Peder Jahre zum dritten Mal den Titel für sich entscheiden.

 

Aus deutscher Sicht haben es sechs Schiffe in die Goldfleet geschafft – wobei Markus Wieser auf Platz 10 und Kicker Schäfer auf einem nicht minder guten 15. Platz die Serie beenden konnten.

 

Nach 8 Tagen intensiven Regattierens auf einem der schönsten Seesegelreviere der Welt kann man allerdings behaupten, dass es sich hier nicht um „Entweder oder“ , sondern um ein „Sowohl als auch“ handelte: Masse und Klasse, was will man mehr.

 

Markus Scheel GER 690 Panthera

 

Video zur WM 2012

 

Goldfleet - Top Ten und deutsche Ergebnisse inkl. Steuermann:

 

1. ITA 803 Gullisara/Carlo Fracassoli
2. ITA 716 Saetta/Alberto Bolzan
3. ITA 819 Audi/Riccardo Simoneschi
4. SUI 825 blu moon/Flavio Favini
5. ITA 693 Giogi/Matteo Balestrero
6. SUI 654 EFG Bank/Christopher Rast
7. JPN 809 Kanta-Ro Racing/Kan Yamada
8. ITA 735 Altea/Andrea Raccelli
9. SUI 599 Poizon Rouge/Jean-Marc Monnard
10. GER 731 AEZ/Markus Wieser
…
15. GER 582 No Woman No Cry/Kicker Schäfer
31. GER 690 Panthera/Sven Christian Koch
38. GER 677 White Room/Maximilian Weiss
56. GER 322 Silversurfer/Max Rieger
57. GER 543 water-shop.com/Markus Reger

 

Ergebnisse:

 

Gold Results
Silver Results

Corinthian Gold Results
Corinthian Silver Results