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Bericht Pfingst-Cup 2012 PDF Drucken E-Mail

Bericht FSC Pfingst-Cup 2012 Flensburg – GER 191 "Sputnik"

 

Der Pfingst-Cup ist seit letztem Jahr ein wichtiger Bestandteil im Regattakalender der GER 191 „Sputnik“. Uns sollten drei Wettfahrttage auf einer Bahn zusammen mit 39 Drachen und 16 gemeldeten Starbooten erwarten. In unserer Klasse starteten 15 Melges unter starker dänischer Beteiligung (6 Boote).
Nach der Anreise aus Stralsund erreichten wir am späten Freitagabend das Gelände des FSC in Glücksburg. Da das Maststellen und der Aufbau unseres Zeltes nicht besonders lange dauerte, konnten wir den Abend noch gemütlich bei einigen Bieren ausklingen lassen.

 

Samstag Die Windvorhersagen ließen für diesen Tag nichts Gutes vermuten. Aufgrund unsteter und zu geringer Winde wurde der Start zunächst zweimal verschoben. Dafür verlief das Kranen entspannt und uns blieb noch einige Zeit, um unsere Melges regattafertig zu machen sowie am Feintuning zu arbeiten.
Schließlich ließ es die Wettfahrtleitung doch noch auf einen Versuch ankommen und wir wurden gegen 14.00 Uhr auf die Förde geschickt. Es stellten sich jedoch keine konstanten Windbedingungen mehr ein, was zum Abbruch sämtlicher Rennen an diesem Tag führte. In weiser Voraussicht hatten wir uns Handtücher mitgenommen und nutzen so die Gelegenheit, um bei sommerlichem Wetter zu baden :).
Um 19.00 Uhr gab es für alle Regattateilnehmer ein Essen im FSC, bestehend aus Kassler, Sauerkraut und einem Dessert. Die Nacht wurde schließlich noch ziemlich lang, was u.a. an einem Besuch im „Bostik“-Wohnwagen lag :).

 

Sonntag Der nächste Tag wartete mit deutlich besseren Windbedingungen auf. Und so wurden wir pünktlich um 11.00 Uhr bei 3-4 Bft aus östlicher Richtung auf den Trapezkurs geschickt. Nach gutem Start konnten wir uns im Verlaufe der Wettfahrt immer weiter nach vorne segeln. Vor allem die rechte Seite stellte sich auf der Kreuz als die Bessere heraus. Am Ende sprang für uns unter großer Freude ein dritter Platz raus. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine Wettfahrt in der Melges-Klasse so erfolgreich beendet. Im folgenden Rennen mussten wir uns bei ähnlichen Bedingungen nach schlechtem Start und einem Strafkringel vom Ende des Feldes nach vorne arbeiten. Es reichte immerhin noch zu Platz sieben. Im dritten Rennen nahm der Wind um 1-2 Bft ab. Bei diesen Bedingungen konnten wir leider nicht mehr mithalten, was vermutlich falschem Trimm geschuldet war und ersegelten unseren Streicher.
Am Ende des Tages lagen wir auf Platz neun. Die Punktabstände bis Platz vier waren jedoch äußerst gering, weshalb wir uns noch einige Chancen auf eine bessere Platzierung für den nächsten Tag ausmalten. Die Ergebnisliste führte zu diesem Zeitpunkt Markus Scheel mit seiner neuen GER 690 punktgleich vor der „Pflaumenkomplott“ an.

 

Montag Am Pfingstmontag erfolgte der erste Start um 10.30 Uhr bei 3-4 Bft aus West. Auf der Startkreuz der ersten Wettfahrt wurde deutlich, dass die linke Seite der Kreuz, durch eine Linksdrehung des Windes besser lief. In der Folge hielten wir uns etwas weiter auf dieser Seite. Im zweiten Rennen war die Startflagge bevorteilt und machte damit die linke Seite zum deutlichen Vorteil auf der Startkreuz. Der Wind nahm während der drei Tagesrennen um etwa eine Windstärke auf 4-5 Bft zu. Dadurch, dass die Drachen früher in den Hafen geschickt wurden, ließ uns die Wettfahrtleitung im dritten Lauf anstelle des Trapezkurses mit zwei Loops einen Up-and-Down segeln. Nach schlechtem Start mussten wir uns auf der rechten Seite freisegeln. Da die Luvtonne weit unter Land lag, kam es hier zu böigerem Wind und vielen Drehungen. Durch konsequentes Aussegeln dieser Dreher konnten wir uns wieder an die Spitze des Feldes arbeiten.
Am Ende standen für uns die Tagesplatzierungen fünf, drei, drei zu Buche, was uns mit ausgelassener Stimmung in den Hafen fahren ließ.
Das Kranen verlief recht zügig, da bereits so gut wie alle Drachen gekrant waren und sich ein weiterer zusätzlicher Autokran im Einsatz befand.
Den verdienten Gesamtsieg sicherte sich die Crew der „Pflaumenkomplott“ um Sven Christian Koch. Es folgten die Teams der DEN 358 und der DEN 779 auf Platz zwei und drei. Einige Verwirrung gab es bei uns, da die Siegerehrung mit vorläufigen Ergebnislisten durchgeführt und eine Protestverhandlung noch nicht abgewartet wurde. So wurden uns die gravierten Silberlöffel für den vierten Platz zunächst noch zuteil. Auf dem Heimweg und beim Blick ins Internet wurde uns bewusst, dass sich Markus durch die nachträgliche Disqualifikation eines Teams im vorletzten Rennen doch noch vor uns geschoben hatte. Damit blieb uns am Ende doch „nur“ Gesamtplatz fünf mit einem Punkt Rückstand auf Platz drei.
Gegen 23.00 erreichten wir todmüde, aber glücklich Stralsund.

 

Letztendlich können wir mit unserer Leistung an den zwei Tagen mehr als zufrieden sein. Der „Sputnik“ ist nun das erste Mal in den vorderen Bereich bei einer Melges-Klassenregatta geflogen. Was sich bei der „Maior“ und anderen Veranstaltungen in diesem Jahr bereits angedeutet hatte, bestätigte sich in Glückburg: Wir können endlich die gleiche Bootsgeschwindigkeit und Höhe mit anderen Teams bei mittleren Windbedingungen mitfahren. Ob der Sprung vom Regattafeldende nach vorne endgültig geschafft ist, werden die nächsten Regatten zeigen.

 

Der Pfingst-Cup war wie schon im letzten Jahr eine äußerst gelungene Veranstaltung, auch wenn das Verhalten des ein oder anderen Drachenseglers etwas befremdlich wirkt. Wir hatte die drei Tage eine Menge Freude, was nicht nur am hervorragenden Wetter lag und unserer guten Platzierung lag. Die Organisation der Regatta durch den FSC verlief reibungslos und herzlich. Insbesondere die unkonventionellen Durchsagen des Wettfahrtleiters per Megafon vom Startschiff sind eine nützliche Besonderheit :).

 

Herzliche Grüße und auf ein Wiedersehen zur Kieler Woche
Euer Team „Sputnik“ (Conrad Brinkmann)