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Bericht Bavarian Open 2012 Chiemsee PDF Drucken E-Mail

Bericht Bavarian Open 2012 Chiemsee - GER 263 "No Limits"

 

Am verlängerten Pfingstwochenende stand im Chiemsee Yachtclub in Prien vom 26. bis 28. Mai 2012 die Melges Bavarian Open auf dem Programm, die zusammen mit der European Open der Joker Klasse durchgeführt wurde.

 

Nach dem wir das Boot auf dem Rückweg vom Attersee auf dem Trailer Platz des CYC stehen lassen durften, konnten wir am Freitagabend schnell und ohne Stau anreisen. Als wir ankamen, hatte der Bootsmann des CYC das Boot schon vom Parkplatz zum Kran gezogen und Peter hatte schon alles vorbereitet, so dass wir am Freitag nur noch unser Quartier in der Jugendkoje bezogen haben und uns es dann mit Frithjof und seiner Crew auf der Terrasse des Clubcasinos gut gehen ließen.

 

Der Mast war dann Samstagfrüh schnell gestellt und wir konnten bald auf unseren reservierten Liegeplatz verholen. Der Wind hatte mittlerweile auf 15 Knoten aus Nordost aufgefrischt und es konnte pünktlich um 12:00 Uhr gestartet werden. Strahlender Sonnenschein, Kampenwand und Hochfelln, sowie das blaue Wasser des Chiemsees boten die perfekte Kulisse für anspruchsvollen Segelsport. Startlinien und Bojen lagen dank Altmeister Hansi Vogt sen. an den richtigen Stellen und so konnten gleich am Samstag vier Läufe gesegelt werden.

 

Der erste Lauf wurde von dem tschechischen Team um Ladislav Smutny gewonnen, der bereits eine Woche zuvor am Attersee seine Klasse gezeigt hatte. Zweiter wurde der ebenfalls stark segelnde Peter Göckel vom Ammersee mit seiner Crew. Als drittes konnten wir uns einreihen; knapp vor dem zweiten Team vom Bodensee um Christopher Gelsdorf.

 

Im zweiten Lauf sah die Reihenfolge auf den ersten beiden Plätzen gleich aus; dritter wurde das Team um den ehemaligen Dyas-Crack Holger Sueße vor Christopher Gelsdorf. Bei uns reichte es noch zu Platz 5.

 

Bei Wettfahrt Nummer 3 hatten wir uns dafür entschieden auf der linken Seite zu starten, da die Kreuz unter der Fraueninsel erfolgversprechender aussah als entlang der Autobahn. Wenige Sekunden vor dem Start gelang es Jürgen „Foxi“ Fuchs seine Nase bei uns in Lee reinzustecken und uns über die Linie zu schieben. In Folge mussten wir eine Runde um die Starttonne drehen und mit Wind von Backbord hinter dem kompletten Feld durchfahren. Immer weiter ging es rechts Richtung Autobahn allerdings mit einem ordentlichen Linksdreher, der uns davon abhielt so bald wieder nach links zu wenden. Als wir dann gewendet hatten, fing der Wind an nach rechts zu drehen. Kurz drauf waren wir dann mit einem ordentlichen Vorsprung erster an der Luvtonne. Diesen Vorsprung (die nächste Kreuz ging wieder über Rechts) konnten wir dann bis ins Ziel halten und gewannen so den dritten Lauf. Zweiter wurde Ladislav Smutny vor Peter Göckel und Christopher Gelsdorf.

 

Der letzte Lauf des Tages wurde gegen 15:30 Uhr gestartet. Durch die „Erfahrung“ der letzten Wettfahrt suchten wir direkt nach dem Start unser Glück sofort wieder auf der rechten Seite. Irgendwie hatten wir aber den 20° Rechtsdreher am Start übersehen. Die Folge war, dass wir an der Luvtonne mit großem Abstand Letzter waren, was leider auch bis ins Ziel hielt. Gewonnen wurde Lauf Nummer 4 von Michael Marcour vom Herrschinger Seglerclub und seinem Team. Zweiter wurde der sehr konstant segelnde Peter Göckel vor Ladislav Smutny und Holger Sueße.

 

Somit hieß die Reihenfolge am Samstagabend: Smutny vor Göckel, Sueße, Gelsdorf und uns auf Platz 5. Allerdings wurde bei 4 Wettfahrten noch kein Streichresultat berücksichtigt. Das Segleressen am Samstagabend war ein echter Genuss! Eine Riesenauswahl am Buffet mit Schweinsbraten und Gegrilltem wurde gekrönt von Apfelstrudel mit Pflaumenmus und Vanillesoße zum Dessert. Die „Gesänge“ dauerten bis spät in die Nacht, so dass viele ganz dankbar waren, dass der Startschuss am Sonntag erst um 13:15 Uhr fiel.

 

Wir hatten uns entschieden, unser Rigg noch mal nachzumessen, was einen „kleinen“ Fehler beim Mastfall zu Tage brachte. Nach dem wir dann unser Vorstag um fast 50mm aufgedreht und die Wanten entsprechend nachjustiert hatten, gingen wir zum morgendlichen Trimmschlag auf’s Wasser, begleitet von Frithjof Ohin, der sein „Deep Blue“ Team mit dem erfolgreichen J80 Segler Fank Aubeck vom Balaton verstärkt hatte. Die Vergleiche zeigten schnell, dass eine Melges besser Höhe läuft, wenn das Mastfall stimmt.

 

Bei der kommenden Wettfahrt waren wir dann prompt wieder erster an der Luvtonne, konnten das aber nicht ins Ziel bringen. Auf den Vorwindkursen kamen wir einfach nicht in den Rhythmus. Anders erging es Jürgen „Foxi“ Fuchs, der auf dem zweiten Vorwindgang von einem Joker mit nach Luv genommen wurde, jedoch auf dieser Spur um das komplette Feld herumfahren und den Lauf gewinnen konnte. Zweiter wurde Michael Marcour vor Peter Göckel und Frithjof Ohin, dem sein Morgentraining offensichtlich auch gut getan hatte. Wir waren auf den 5. Platz durchgereicht worden und entsprechend enttäuscht.

 

Im 6. und letzten Lauf kamen wir wieder aus der Mitte der Startlinie gut weg und waren mit einem schönen Vorsprung erster an der Luvtonne. Diesmal konnten wir die Platzierung ins Ziel bringen, was für uns einen sehr erfreulichen Abschluss der Serie bedeutete. Direkt hinter uns ging Michael Marcour über die Ziellinie, gefolgt von Peter Göckel und Ladislav Smutny.

 

Da alle sechs ausgeschriebenen Läufe gesegelt waren, konnte also am Sonntagabend gleich abgebaut werden. Wer fertig war oder eine Pause machte, konnte sich beim Wirt dreierlei Würstel auf Kraut holen. Der CYC spendierte ein weiteres „Motivator“ Freibier zum Verladen. Vielen Dank dafür! Die Siegerehrung wurde von Clubpräsident Karl Werner Fricke mit markigen Worten vorgenommen. Frithjof Ohin hatte die wunderschönen Punktpreise gestiftet, die dann an die folgenden Mannschaften vergeben wurden:

 

Ergebnisse

 

Für uns war es ein perfektes Wochenende mit zwei Laufsiegen und dem dritten Rang im Schlussklassement, womit wir sehr zufrieden am Montag die Heimreise an den Bodensee antraten.

 

Es bleibt noch, sich abschließend beim gastgebenden CYC zu bedanken, dessen perfekte Organisation verbunden mit herzlicher Gastfreundschaft beeindruckend waren. Wir kommen nächstes Jahr wieder; und Werbung werden wir auch machen.

 

Herzlich, Euer „Team of No Limits“

 

Carsten Ortlieb
Sandra Fackelmayer
Thorsten Rheinheimer
Peter Aujesky