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Bericht Volvo-Cup II 2012 Lerici/ITA PDF Drucken E-Mail

Volvo-Cup II 2012 (Lerici/ITA) - Bericht von GER 673 Nefeli24

 

Nefeli 24 in Lerici – Der Trend stimmt

 

Eine leichte Nervosität begleitete uns zu unserer ersten Melges24 Regatta im Rahmen der Volvo Cup Serie nach Italien. Die Meldeliste mit 36 Booten aus 9 Nationen wies überwiegend Teams auf, die mindestens einen Profi an Bord hatten. Der Trainingstag in Walluf war uns noch gut im Gedächtnis, aber wir wollten den Donnerstag für eine weitere Trainingssession und vor allem zum Angleichen von Höhe und Geschwindigkeit nutzen. Doch die erste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: Obwohl die englische Version der Segelanweisung anderes besagte, waren bereits am Donnerstag Wettfahrten geplant (es gilt im Zweifelsfall natürlich die italienische).

 

Na gut, dann also gleich richtig. Bei sehr leichtem Wind und Restdünung erwarteten uns allerdings sehr schierige Bedingungen und wir bekamen das Boot nicht ans Laufen. Auch die Höhe am Wind fehlte und trotz eines guten Starts fielen wir immer weiter zurück. Mangels Wind wurde die Wettfahrt aber abgebrochen, doch wir hatten unsere erste Lektion gelernt und grübelten über den richtigen Trimm nach.

 

Am zweiten Tag ähnlich flaue Bedingungen wie am Vorabend. Wir warteten zunächst am Steg und widmeten uns einem anderen Problem. Der Außenbordmotor, der laut Reglement mitgeführt werden muss und der bei diesen Windbedingungen auch notwendig war, um auf die Bahn zu kommen, war defekt. Geballte Ingenieurskunst und die Unterstützung der Einheimischen halfen uns, eine Lösung zu finden, doch plötzlich kam Wind auf und wurde es hektisch. Schnell zusammenschrauben das Ding und an Bord damit. Beim Auflaufen setzte er wieder aus und wir schafften es nur mit Glück zum Start.
Wieder kamen wir ganz gut von der Linie weg, die Geschwindigkeit stimmte, wir hatten aber immer noch erhebliche Probleme mit der Höhe am Wind. so ging es im Feld wieder rückwärts. Gerade noch drei Boote konnten wir schließlich hinter uns lassen. Immerhin schafften es Alex und Andy abends mit Hartnäckigkeit, den Motor nach erneuter Zerlegung endlich an Laufen zu bringen. Sieger des ersten Laufs wurde das Team von Riccardo Simoneschi mit deutlichem Abstand vor dem Schweizer Monnard und dem tschechischen Team.

 

Am Samstag wurde wiederum zunächst im Hafen auf Wind gewartet. Als eine leichte Thermik einsetzte, beschlossen wir, diese zu nutzen und liefen zum Trainieren aus. Einige Rollwenden und -halsen später fühlten wir uns schon recht wohl in den Manövern und einige andere Boote waren nun ebenfalls auf dem Wasser. Sogleich nutzten wir die Möglichkeit, um unseren Trimm zu verbessern und könnten nun auch eine akzeptable Höhe laufen. Die erste Wettfahrt des Tages wurde angeschossen.
Der Start war mäßig, aber wir konnten und frei wenden und fanden freie Wege, um aufzukreuzen. Die Abdeckung anderer Boote zu vermeiden hatte Priorität und daher segelten wir die etwas benachteiligte rechte Seite. Trotzdem kamen wir mittig im Feld an die Tonne und konnten diesen Platz sogar raumschots etwas verbessern. Auf der zweiten Kreuz segelten wir dann über die linke Seite, was zunächst sehr gut aussah. auf den letzten hundert Metern vor der Luvtonne geschah es dann: der Wind drehte stark nach rechts und flaute ab. Wir mussten hilflos mit ansehen, wie Boot für Boot vor uns rundete. Irgendwann war dann der Wind komplett eingeschlafen und die Boote lagen bewegungslos auf dem Wasser verteilt. Nur drei Boote hatten es rechtzeitig ins Ziel geschafft, alle anderen wurden “Did Not Finish” gewertet. Glück für uns, noch mehr Glück für die drei, die es ins Ziel schafften, den Italiener Balestrero und die starken Schweizer Teams um Jörg Hotz und Flavio Favini.
Kurz vor 15:00 Uhr dann ein letzter Startversuch. Wieder mussten wir uns frei wenden, da die Abstimmung noch nicht optimal war und wir zu spät beschleunigten. Somit konnten wir aber am rechten Rand des Felds wieder freien Wind finden und rundeten im Mittelfeld das Luvfass. Während die meisten sofort halsten, fuhren wir zunächst wieder ein wenig vom Feld weg und halsten mit gebührendem Abstand in freiem Wind auf die Leetonnen zu. Auch das zahlte sich aus. Die Freiheit nutzend, optimale Geschwindigkeit fahren zu können, ließen wir einige der Boote, die auf der linken Seite um freien Wind kämpften, einfach stehen und fuhren fast in die Top Ten. Diesen Platz konnten wir auf der Kreuz halten und fuhren als 12. hochzufrieden ins Ziel. An der Spitze tummelten sicher zwei italienische Mannschaften und das tschechische Team, gefolgt von Jörg Hotz, der damit die Serie für sich entscheiden konnte. Der ansonsten souverän segelnde Simoneschi fuhr in der letzten Wettfahrt vorzeitig zum Kran, da er in der zweiten Wettfahrt das Zeitlimit nicht geschafft hatte.

 

Das Ergebnis nach drei Wettfahrten:
24. von 36 insgesamt -> Link
7. von 15 in der Amateurwertung -> Link

 

Die Tendenz ging in der Serie deutlich aufwärts und wir konnten im Verlauf der (wenn auch abgebrochenen) Wettfahrten das Boot immer besser einstellen, um schließlich mit der starken Konkurrenz auch mithalten zu können. Nun sind wir gespannt auf Scarlino und hoffen, dort anknüpfen zu können und uns zumindest im Mittelfeld etbalieren zu können.

 

Das Fazit nach der Regatta: wer einen anspruchsvollen Einstieg sucht und bereit ist, Lehrgeld zu zahlen, um dafür viel zu lernen, ist hier genau richtig!