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Bericht Melges 24 Act 1 Sanremo PDF Drucken E-Mail

Am ersten Wettfahrttag hatten wir nicht nur mit schwachem Westwind und Restwelle vom Wind am Vortag zu kämpfen. Nachdem wir am Schiff gestartet waren, wendeten wir in linksdrehendem Wind und segelten auf die rechte Seite Richtung Land. In leicht oszillierendem Wind mit etwas weniger Welle arbeiteten wir uns auf die weit entfernte Luvtonne zu. In der Mitte war ein einzelnes Boot sehr weit vorgefahren und ganz links schienen die Gegner etwas zurück zu fallen. Doch der Wind flaute ab und wurde ziemlich “löchrig”, was weiter draußen möglicherweise nicht so stark zu spüren war.
Langsam fielen wir zurück und mussten beobachten, wie Boot für Boot um die Luvtonne segelte. Vermutlich stand auch etwas Strömung weiter draußen, die das Aufkreuzen dort bevorteilte.
Es war klar, dass die Wettfahrt am Lee-Gate vorzeitig beendet würde. Also arbeiteten wir unter Gennaker, was der Wind hergab, aber mehr als ein 20. Platz bei 24 Startern war nicht mehr zu holen. Dies sollte auch die einzige Wettfahrt am Freitag bleiben.

Am nächsten Tag erwartete uns ein schöner Nordostwind um 15kn, der drei gute Wettfahrten versprach. Obwohl das “Pin-End” auf der linken Seite der Startlinie bevorzugt war, entschieden wir uns, zunächst dem Getümmel fern zu bleiben und frei auf der rechten Seite zu starten. Das gelang und wir kreuzten in freiem Wind auf. Links war allerdings Gardasee-Strategie angesagt: so dicht wie möglich unter die Felsen segeln, bis auf wenige Meter ans Ufer heran.
Unsere defensive Taktik in der Mitte der Kreuz spülte uns folglich in die zweite Hälfte des Felds. Dennoch war klar, dass wir besser mitspielen konnten. Das Starkwindtraining am Donnerstag hatte uns auch gut getan und wir fühlten uns bei diesen Bedingungen sehr wohl. Unter Gennaker fuhren wir gut mit und hielten uns knapp hinter der Mitte. Ein 15. Platz war die Belohnung.
In der zweiten Wettfahrt des Tages ein ähnliches Bild: Start rechts am Startschiff mit freiem Wind. Diesmal segelten wir aber auch nach links unter die Felsen, wo sich einiges abspielte: Boote wendeten und kreuzten sich auf engstem Raum und die On-Water Jury hatte einiges zu tun, um den Kampf um die Stb-Bug Layline zur Luvtonne im Rahmen des Erlaubten zu halten. Dabei fehlte es uns leider an Höhe und wir fielen langsam zurück.

Raumschots ging es wieder gut ab, bei diesen Bedingungen. Wir hängten uns an die Ungarn, die durch ihre Geschwindigkeit auffielen und machten einige Plätze gut. Nebenbei eine prima Möglichkeit, die richtigen Halsenwinkel auszuprobieren und den richtigen Kompromiss zwischen schnell und tief segeln zu finden. Leider reichte es wieder nicht für die erste Hälfte und wir wurden 16.
In der letzten Wettfahrt des Tages wollten wir etwas mehr riskieren und reihten uns in der linken Hälfte der Startlinie ein. Gut positioniert fehlte uns beim Startschuss aber eine halbe Bootslänge, was sich als entscheidender Faktor herausstellen sollte.
Wir hatten gute Höhe und Geschwindigkeit, aber dennoch rutschten wir in leicht gestörtem Wind langsam nach hinten durch. Die erste Hälfte segelte Nase an Nase auf einer Linie, selbst nach der ersten Wende war die Boote wie mit dem Lineal ausgerichtet. Hier zeigte sich deutlich das professionelle Niveau dieser Regattaserie, in der nicht der kleinste Fehler verziehen wird.
Wir kämpften um jeden Meter, aber ohne freien Wind – und wir wussten nun, dass es nur mit dem Feld über links gehen würde – wurde die Aufgabe an der Kreuz sehr schwierig.Ganz anders auf dem Raumschotkurs, wo wir nun regelmäßig etwas schneller als die anderen Boote im Mittelfeld waren und auch die Taktik und die Halsenwinkel passten. Dennoch wurde es nur Platz 17.

Sonntagmorgens ahnten wir es schon: Startverschiebung im Hafen. Die Sonne schien (auch nicht unangenehm) aber der Wind wollte nicht auffrischen. Wir bastelten ein bisschen und bereiteten die Abreise vor. Gegen 13:30 dann endlich Auslaufen. Der Wind hatte gedreht und wehte mit 5-6 Knoten aus Südwest. Wir kreuzten zur Vorbereitung mit einigen anderen Booten auf und stellten das Boot ein, danach begann das große Warten. Und der Wind schlief wieder ein … es reichte einfach nicht und um 14:30 lief die Frist für den letzten Start ab. Unverrichteter Dinge fuhren wir wieder in den Hafen und kranten aus und bauten das Boot ab.

So reichte es mit 4 Wettfahrten (wir konnten den 20. nicht streichen) nur für Gesamtplatz 18. Dennoch schauen wir sehr optimistisch in die Zukunft: Die neuen Segel sind schnell, die Manöver klappten nach der Winterpause und mit neu zusammengestelltem Team auch bei Wind gut und sicher und die Raumwindgänge waren überdurchschnittlich. Viele Gründe, um sich auf die nächste Regatta der Volvo Cup Serie Anfang Mai in Scarlino zu freuen!

 

GER 673 - Team Nefeli


Der gesamte Bericht mit Bildern auf www.team-nefeli.de